7. Nahrungssuche der Honigbienen

(Bild Lobitz hochauflösend)

Die Biene benötigt wie jedes Lebewesen Nahrung, Luft, Wasser und Wärme. Am wichtigsten ist, dass sie stets reichlich Nahrung hat.

(Bild so verwendbar)

Information über Futterquellen durch Tanz

Wenn eine Futterquelle gefunden wird, wird sie von vielen Bienen angeflogen. Findet eine Suchbiene eine Trachtquelle in bis zu 100 Meter vom Stock entfernt, so führt sie einen Rundtanz auf  der Wabe auf. Sie wird dabei, während sie sich ständig im Kreis dreht, von ihren Artgenossen befühlt. Sie bewegt sich hierbei links und rechts herum. Nach und nach tippeln die anderen Bienen der Tänzerinnen nach. Den Tanzbewegungen können die anderen Bienen auch die Ergiebigkeit der Trachtquelle entnehmen. Ist diese erschöpft lassen auch die Tänze nach.

Bei über 100 Meter entfernten Futterquellen führen die Bienen einen Schwänzeltanz auf. Dieser enthält weit mehr Informationen als der Rundtanz. Die Zahl der Schwänzelläufe in einer bestimmten Zeit richtet sich nach der Entfernung der Futterquelle. Die Richtung des Tanzes wir durch den Winkel der Futterquelle zur Sonne bestimmt.

Die Pollennahrung

eim Blütenbesuch kommt die Biene mit den Staubgefäßen in Berührung und überpudert dabei den Bienenkörper. Der Pollen wird von der Biene zu zwei Klumpen geformt (gehöselt), am dritten Beinpaar befestigt und in den Stock getragen. Während der Blütezeit sammelt ein Bienenvolk täglich1-2 kg Pollen. Der eingesammelte Pollen wird in den Waben, in der Regel in Brutnähe, gelagert. Über das Jahr verbraucht ein Volk ca. 30 kg. Pollen.

(Quelle Franz Lampeitl, "Bienen halten")

Honignahrung

Honig wird von den Bienen erzeugt, in dem sie Blütennektar und andere an Pflanzen vorfindende Säfte (Honigtau) aufnehmen. Diese werden durch körpereigene Stoffe angereichert und dabei in ihrem Körper verändert. In den Wabenzellen wird der Honig eingelagert. Diese werden nach Reifung des Honigs (d.h. weniger als 18 % Wassergehalt) verdeckelt.  In den Sommermonaten verbraucht ein Volk als Energienahrung bis zu 40 kg. Honig. Der Imker kann im langjährigen Durchschnitt pro Volk ca. 20 kg. Honig entnehmen. Die gleiche Menge muss der Imker im Spätsommer in Form von Zuckerwasser für den Wintervorrat zufüttern.

Wasser

Im Gegensatz zu Honig, oder Blütenstaub wird es nicht in den Waben gespeichert. Es dient der einzelnen Biene für den Stofftransport im Körper. Als Lösungsmittel für organische Substanzen und Salze ist es unerlässlich.

Der Wasserbedarf steigt im Frühjahr wenn Winterfutter in den Waben verflüssigt werden muss. An heißen Sommertagen dient Wasser zur Temperaturregelung. Der Wasserbedarf eines Volkes ist während des Winters gering. Übers Jahr beträgt der Wasserbedarf, der zusätzlich zur Flüssigkeit die mit dem Nektar und Honigtau ins Volk kommt, zirka 20 kg.