Wussten Sie, dass Honig-Bienen das 3. wichtigste Nutztier unserer Erde sind?
Wildbienen werden weniger. Aber sie sind auch sehr wichtig zur Bestäubung unserer Pflanzen. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass wenn Honigbienen und Wildbienen auf einer Pflanze bestäuben, erst dann die besten Erträge erzielt werden (In Größe und Form der Frucht).
Aber Wissenschaftler warnen bereits – Wildbienen gehen deutlich zurück!
(Bild in der Größe verwendbar)
Wildbienen
Waren es früher 585 Arten der Wildbiene. Dazu gehören z.B. die bei uns vorkommenden Sandbienen, Pelzbienen, Mauerbienen. Aber auch die Hummel-Arten zählen dazu. So die Erdhummel, die Baumhummel, die Gartenhummel oder die Wiesenhummel. Problem ist, dass die naturbelassenen Flächen immer weniger werden. Die Wildbienen leben einzeln als Solitärbienen und die Vermehrung geht sehr langsam vor sich. Die Weibchen legen in Bodenlöchern, morschem Holz oder in Löcher in Holz oder Pflanzenstängeln. Erst im folgenden Jahr schlüpfen die Jungtiere.
Hummeln
Ähnlich sind auch die Bedingungen für die wild lebenden Hummeln schlechter geworden. Hummeln leben in kleinen Völkchen mit 300 – 400 Tieren. Hummeln sind sehr gute Bestäuber und fliegen bereits bei einer Temperatur von 8-10 Grad. Hummeln leben meist in Erdlöchern, haben da ein kleines Nest mit geringen Nahrungsvorräten. Gute Nahrungsquellen für Wildbienen sind Blühflächen auf Wiesen, Ödflächen, Stillegungen, Wegränder oder grüne, blühende Hausgärten oder Parks. Aber keine „Steinwüsten“ anstelle blühenden Hausgärten.
Der Ökohaushalt in unserer Natur könnte aus dem Gleichgewicht geraten.
Der Flugradius liegt bei Honigbienen bei bis zu 1500 Metern. Hummeln haben aber nur einen Flugradius von maximal 800 Metern und bei Wildbienen sind es nur ca. 150 Meter.
Honigbienen
Warum sind Honigbienen so schlagkräftige Bestäuber?
In 1 Bienenvolk können bis zu 50.000 Bienen sein und davon ca. 25.000 Sammelbienen, die Blüten bestäuben können.
- 1 Honig-Biene kann an 1 Tag bis zu 900 Blüten besuchen und bestäuben.
- Honig-Bienen, Wild-Bienen, Hummeln sind behaart und übertragen dadurch den Blütenstaub sehr gut. Denn durch die Behaarung hält der Blütenstaub und wird so leicht in der Blüte und von Blüte zu Blüte übertragen und es erfolgt so eine hervorragende Bestäubung.
- Honigbienen fliegen blütenstet. Das heißt sie wechseln nicht die Obstsorten kreuz und quer,sondern bleiben auf ihrem Flug bei derselben Blütenart.
- Honigbienen sind daher mit ihrer Vielzahl sehr gute Bestäuber. Allerdings fliegen Honigbienen erst bei 12-14 Grad Wärme.
- ... und Honigvölker werden vom Imker gehalten und können so zu den Bestäubungspflanzen gebracht werden.
Noch gibt es genügend Honig-Bienen. Die Zahl der Imker steigt in Deutschland seit 2007 jährlich um ca. 5 % und auch die Bienenvölker nehmen zu.
Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Mirabellen, Zwetschgen, Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren, Tomaten, Gurken und so weiter. Oder auch Orangen, Zitronen, Kiwi, Mandeln ...und viele mehr sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen!
Erträge ohne Bienen: Bei Äpfeln nur 35 % / bei Birnen nur 10 % / bei Kirschen nur 35 % / bei Raps nur 70 %
» Erträge mit und ohne Bestäubung
> Grafik des DIB einfügen?
Weniger Bestäubung bringt geringere Erträge.
Erzeuger klagen über weniger Erträge.
Die Folgen sind „stark steigende Preise durch teures Obst und Gemüse“
Der Wert der Bestäubung liegt weltweitbei über 230 Mrd. €